Aus dem Rheinland

kommunale Wärmeplanung NRW: Umfrageergebnisse & lokale Strategien

Die Umfrage zur kommunalen Wärmeplanung in NRW zeigt, wie Städte die Wärmewende vorantreiben: Prioritäten, Hürden und geplante Maßnahmen. Sie erhalten Ergebnisse zu bevorzugten Technologien, Finanzierungsfragen und dem Stand des lokalen Ausbaus.

Kommunale Wärmeplanung in NRW: Umfrage, Ergebnisse und Ausblick

Schnelle Antworten

Wer liegt bei der kommunalen Wärmeplanung NRW im Zeitplan?
Laut Umfrage arbeiten neun von zehn der teilnehmenden Kommunen aktiv an der Wärmeplanung. Nur rund zehn Prozent warten noch ab. 39,5 Prozent haben begonnen, 28,5 Prozent sind weiter fortgeschritten und 21 Prozent bereiten vor.
Bis wann müssen Kommunen ihren Wärmeplan in NRW vorlegen?
Große Kommunen müssen den Wärmeplan bis 2026 fertig haben, kleinere bis 2028. Der Rechtsrahmen soll mit dem Landeswärmeplanungsgesetz NRW (LWPG NRW) noch 2025 geschlossen werden.
Welche Kosten sind für die Erstaufstellung des Wärmeplans vorgesehen?
Für die Erstaufstellung ist eine Konnexitätszahlung vorgesehen: 165.000 Euro Grundbetrag plus 1,36 Euro je Einwohnerin bzw. Einwohner. Die genaue Ausgestaltung läuft im parlamentarischen Verfahren.
Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit Stadtwerken bei der Wärmeplanung?
Rund zwei Drittel der Kommunen kooperieren eng mit den Stadtwerken oder einem lokalen Energieversorger. Das hilft vor allem beim Datenzugang und bei der späteren Umsetzung, etwa bei Wärmenetzen, Quartierslösungen und der Einbindung von Abwärme.
Setzen Kommunen in NRW bei der Wärmeplanung digitale Tools ein?
Etwa 70 Prozent der Teilnehmenden setzen digitale Werkzeuge ein, zum Beispiel GIS-gestützte Potenzialanalysen und Tools zur Szenarienrechnung. Dadurch lassen sich Wärmepläne besser versionieren, prüfen und fortschreiben.
Welche Energieträger priorisiert die kommunale Wärmeplanung in NRW?
In der Umfrage rücken erneuerbare Optionen wie Umweltwärme, Abwasser, industrielle Abwärme und Geothermie nach vorn. Wasserstoff und Biomethan werden eher nachgeordnet eingeschätzt und gelten eher als Nischenlösung.
Was sollten Sie für Düsseldorf bei der Wärmeplanung jetzt tun?
In Düsseldorf gibt es laut Umfrage keine gesonderten Zahlen, doch der Trend zeigt ein Vorgehen im Soll mit enger Zusammenarbeit. Für Sie vor Ort ist wichtig: sich an Beteiligungsverfahren beteiligen, Wärmequellen und -bedarfe melden (z. B. Abwärme aus Betrieben) und prüfen, ob Liegenschaften in potenziellen Wärmenetzgebieten liegen.

Umfrage zur kommunalen Wärmeplanung in NRW: Ein Blick auf die Wärmewende

Die kommunale Wärmeplanung NRW ist ein zentrales Instrument für eine verlässliche, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung. Eine aktuelle Befragung von NRW.Energy4Climate (Stand Mitte 2025) zeigt: Viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind bereits tief im Prozess – und damit im Zeitplan. Im Vergleich zur Erhebung 2023 beschleunigt sich die Dynamik spürbar.

Wer liegt bei der kommunalen Wärmeplanung NRW im Zeitplan?

Neun von zehn der teilnehmenden Kommunen arbeiten aktiv an der Wärmeplanung; nur rund zehn Prozent warten noch ab. 39,5 Prozent haben begonnen, 28,5 Prozent sind weiter fortgeschritten, 21 Prozent bereiten vor.

Damit hat sich der Anteil der Abwartenden gegenüber November 2023 (damals 20 Prozent) halbiert. An der aktuellen Wiederholungsumfrage nahmen 112 von 396 NRW-Kommunen teil (2023: 144). Nach Angaben der Landesgesellschaft gibt es zudem weitere, in der Umfrage nicht erfasste Kommunen, die ihre Wärmepläne bereits fertiggestellt haben oder kurz vor dem Abschluss stehen – etwa aus Pilotvorhaben des Kompetenzzentrums Wärmewende NRW oder durch bewilligte Projektmittel der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Bis wann müssen Kommunen ihren Wärmeplan vorlegen?

Große Kommunen müssen bis 2026 fertig sein, kleinere bis 2028. Das Landeswärmeplanungsgesetz NRW (LWPG NRW) soll den Rechtsrahmen noch 2025 schließen.

Der Gesetzentwurf befindet sich im parlamentarischen Verfahren. Vorgesehen ist eine Konnexitätszahlung für die Erstaufstellung des Wärmeplans: 165.000 Euro Grundbetrag plus 1,36 Euro je Einwohnerin bzw. Einwohner. Parallel steuert das Land verbindliche Prozesse für Beteiligung und Akteurskooperation, damit die Pläne nicht nur erstellt, sondern auch umgesetzt werden können. Aus Verwaltungssicht sind die Fristen ambitioniert, aber mit Standardbausteinen – Datenerhebung, Potenzialanalyse, Transformationspfade, Maßnahmenkatalog – realistisch erreichbar.

Die Rolle der Zusammenarbeit und digitaler Tools

Zwei Drittel der Kommunen kooperieren eng mit den Stadtwerken oder einem lokalen Energieversorger. Dieser Schulterschluss ist zentral für Datenzugang, Netzplanung und spätere Umsetzung – von Wärmenetzen über Quartierslösungen bis zur Einbindung von Abwärme.

Rund 70 Prozent der Teilnehmenden setzen digitale Werkzeuge ein, etwa GIS-gestützte Potenzialanalysen und Tools zur Szenarienrechnung. Vorteil: Wärmepläne lassen sich versionieren, prüfen und regelmäßig fortschreiben. Aus Redaktionssicht lohnt es sich, früh Schnittstellen zu Energie-, Liegenschafts- und Bauleitplanung zu definieren – so vermeiden Sie Medienbrüche und Doppelarbeiten.

Welche Rolle spielen Wasserstoff und Biomethan?

Beides wird laut Umfrage eher nachgeordnet für die Wärmeversorgung eingeschätzt. Der Einsatz kann im Einzelfall sinnvoll sein, aber keine Fläche abdecken.

Hintergrund sind begrenzte Verfügbarkeiten und vorrangige Anwendungen in Industrie und Verkehr. Kommunale Wärmeplanung NRW priorisiert deshalb Technologien mit hohem, standortnahem Potenzial: Großwärmepumpen, Abwasser- und Abwärmenutzung oder Geothermie – gerade in verdichteten Räumen mit Wärmebedarfsdichte. Wasserstoff und Biomethan bleiben Bausteine für Nischen, Spitzenlast oder besondere Quartiere.

Erneuerbare Wärmequellen in NRW: Potenziale heben

Die Befragung belegt die Fokussierung auf erneuerbare Quellen wie Umweltwärme, Abwasser, industrielle Abwärme und Geothermie. Diese Optionen sind in NRW vielerorts technisch erschließbar und skalierbar – von Quartiersnetzen bis zu städtischen Backbone-Wärmenetzen.

  • Umwelt- und Abwasserwärme: Hohe Verfügbarkeit im urbanen Raum, kombinierbar mit Großwärmepumpen.
  • Industrielle Abwärme: Schneller Hebel, wenn Betriebe und Netze räumlich zusammenfinden.
  • Geothermie: Mittel- bis langfristig planbar; Eignung variiert je nach Geologie.
  • Gebäudeintegrierte Lösungen: Wärmepumpen in Bestandsquartieren, wo Netze kurzfristig nicht realisierbar sind.

Praxis-Tipp: Prüfen Sie früh Eignungsgebiete für Wärmenetze versus dezentrale Lösungen und legen Sie Vorranggebiete fest. Das beschleunigt Genehmigungen und Investitionsentscheidungen.

Unterstützungsangebote für Kommunen

NRW.Energy4Climate flankiert die kommunale Wärmeplanung NRW mit Leitfäden, Arbeitshilfen, Qualifizierungen und Austauschformaten. Über das Kompetenzzentrum Wärmewende NRW arbeiten die Landesgesellschaft, der Geologische Dienst NRW und das LANUV zusammen, um Daten, Methodik und Praxis-Know-how zu bündeln.

NRW.Energy4Climate will den Start auch Nachzüglern erleichtern: angekündigt ist ein Umsetzungsleitfaden zum LWPG NRW, der strukturierte Abläufe von der Datenerhebung bis zum Maßnahmenfahrplan beschreibt. Aus Redaktionssicht sind Peer-Learnings mit Pilotkommunen besonders wertvoll – sie sparen Zeit bei Datenmodellen, Stakeholder-Prozessen und Ausschreibungen.

Das Landeswärmeplanungsgesetz NRW

Mit dem LWPG NRW werden Gemeinden verpflichtet, den Austausch mit relevanten Akteuren – Energieversorger, Wohnungswirtschaft, Bürgerenergie – zu steuern. Ziel ist eine konsistente, rechtsfeste Planung, die in Bauleitplanung, Genehmigungen und Förderlogik andockt. Die Konnexitätszahlung ersetzt die bisherige Förderung der Nationalen Klimaschutzinitiative bei der Erstaufstellung und verschafft Budgetsicherheit in der Startphase.

Was bedeutet die Umfrage für Düsseldorf?

Die Erhebung weist keine gesonderten Düsseldorfer Zahlen aus (Stand Mitte 2025). Im Trendbild liegen Großstädte wie Düsseldorf jedoch im Soll, viele arbeiten eng mit ihren Stadtwerken zusammen und nutzen digitale Tools für Potenzialkarten und Szenarien.

Für Sie als Akteurin oder Akteur vor Ort heißt das: Beteiligen Sie sich an formellen Beteiligungsverfahren, melden Sie Wärmequellen und -bedarfe (etwa Abwärme aus Betrieben) und prüfen Sie, ob Ihre Liegenschaften in potenziellen Wärmenetzgebieten liegen. Aus Redaktionssicht empfiehlt sich der frühe Kontakt zu Stadtwerken und Wohnungswirtschaft – Projekte gewinnen, wenn Großverbraucher, Quartiersentwickler und kommunale Flächen abgestimmt planen.

Fazit

Die kommunale Wärmeplanung NRW kommt voran: 90 Prozent der teilnehmenden Kommunen sind aktiv, die Abwartequote hat sich seit 2023 halbiert. Große Städte zielen auf 2026, kleinere auf 2028 – flankiert vom anstehenden LWPG NRW und der Konnexitätszahlung. Kooperation mit Stadtwerken und der Einsatz digitaler Tools prägen die Qualität und Umsetzungsreife der Pläne. In der Energieträgerwahl rücken Umweltwärme, Abwasser, Abwärme und Geothermie nach vorn, während Wasserstoff und Biomethan Nischen bleiben. Für Düsseldorf und die Region gilt: Jetzt mitwirken, Daten teilen, Projekte priorisieren – so wird die Wärmewende vor Ort konkret.

Die kommunale Wärmeplanung NRW ist ein wichtiges Thema, das viele Menschen in Nordrhein-Westfalen betrifft. Mit der Wärmewende sollen umweltfreundliche Lösungen für die Wärmeversorgung geschaffen werden. Dabei spielen erneuerbare Energien und effiziente Heizsysteme eine zentrale Rolle. Die Planung umfasst sowohl städtische als auch ländliche Gebiete und zielt darauf ab, die CO2-Emissionen zu reduzieren und die Energieeffizienz zu steigern.

Ein interessanter Aspekt der kommunalen Wärmeplanung NRW ist die Integration von innovativen Technologien. Hierbei könnten Sie auch von den Entwicklungen im Bereich der Elektrolyte für moderne Energiespeicher profitieren. Diese Technologien ermöglichen es, überschüssige Energie effizient zu speichern und bei Bedarf abzurufen, was die Versorgungssicherheit erhöht.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Planung. Dies fördert nicht nur das Verständnis für die Maßnahmen, sondern auch die Akzeptanz. In diesem Zusammenhang ist es spannend zu sehen, wie andere Städte ihre Bürger einbeziehen. Ein Beispiel dafür ist der Regierungsbezirk Düsseldorf, der innovative Ansätze in der Bürgerbeteiligung verfolgt.

Die kommunale Wärmeplanung NRW kann auch von der Förderung lokaler Initiativen profitieren. Projekte wie das Naturally Good Summit 2024 zeigen, wie wichtig es ist, nachhaltige Praktiken in verschiedenen Bereichen zu fördern. Solche Initiativen tragen dazu bei, das Bewusstsein für umweltfreundliche Lösungen zu schärfen und die Umsetzung der Wärmewende zu unterstützen.

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