Ratgeber

KI-basierte Abfallsortierungssysteme: Keine Verpackung bleibt unerkannt

KI-basierte Abfallsortierungssysteme verändern die Müllverarbeitung: Sie erkennen Material, Label und Verschmutzung und trennen Verpackungen korrekt. Für Sie heißt das: weniger Restmüll, effizientere Entsorgung und sauberere Straßen in Düsseldorf.

KI-basierte Abfallsortierungssysteme: Verpackungen zuverlässig erkennen

Keine Verpackung bleibt unerkannt: KI-basierte Abfallsortierungssysteme im Praxiseinsatz

Da bleibt kein Joghurt-Becher unerkannt: Ob zerdrückt, zerkratzt oder verschmutzt, die Künstliche Intelligenz von WeSort.AI weiß genau, was sie da vorm elektronischen Auge hat. KI-basierte Abfallsortierungssysteme verbinden Maschinenbau und Bild-KI – und treiben so die Modernisierung der Abfallwirtschaft voran. Die Preisverleihung zum Deutschen Gründerpreis fand am 24. September 2024 im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin statt.

Wie funktionieren KI-basierte Abfallsortierungssysteme?

Sie analysieren Kamerabilder in Echtzeit, erkennen Material, Form, Label und Verschmutzung und steuern die Trennung automatisiert. In der Praxis identifizieren sie ganze Verpackungen – von Bechern bis Tüten – und ordnen sie korrekt den Stoffströmen zu.

Technisch geschieht das über Deep-Learning-Modelle, die auf Millionen Bildbeispielen trainiert sind. Laut Branchenberichten können moderne Systeme Verpackungen sogar konkreten Produktmarken zuordnen, was für „Food-Grade“-Recycling relevant ist, weil nur ursprüngliche Lebensmittelverpackungen wieder zu solchen werden dürfen (siehe Fachbeitrag zur KI-Erkennung von Verpackungen). Die KI lernt kontinuierlich weiter: Jede richtig oder falsch erkannte Verpackung fließt als Trainingssignal zurück ins Modell.

Die Entstehung von WeSort.AI

Ein Unternehmen zu gründen, das war schon lange ihr Wunsch. Eine Dokumentation über Mülltrennung gab den Brüdern Nathanael (30) und Johannes Laier (29) dann den endgültigen Anstoß. „Wir wollten etwas tun, das uns langfristig motiviert und worin wir gut sind“, betont Nathanael. Sie wählten bewusst ein Feld, das eine hohe Relevanz für die Gesellschaft hat und gleichzeitig großes Potenzial für Innovation bietet. Die Gründung sollte aber auch Spaß machen – „man arbeitet ja gerade am Anfang sieben Tage die Woche“ – zu ihren Kompetenzen passen und vor allem einen positiven Beitrag leisten. „Unsere Herausforderung bestand quasi darin, ein Unternehmen zu schaffen, das wirtschaftlich erfolgreich ist und gleichzeitig die Welt verbessert.“ Sie entschieden sich für die KI-basierte Abfallwirtschaft und Waste GPT, also ein auf Abfall spezialisiertes, so genanntes generatives, vortrainiertes Transformationsmodell.

Welche Vorteile bringen KI-basierte Abfallsortierungssysteme für Recyclingquoten?

Sie erhöhen die Sortierreinheit und senken Fehlwürfe – damit steigen Erlöse aus Sekundärrohstoffen und die Recyclingquoten. Für Kommunen bedeutet das weniger Restmüll und stabilere Prozesse entlang der Wertschöpfungskette.

WeSort.AI adressiert genau diese Hebel: präzise Objekterkennung, sortenreine Fraktionen, bessere Datenqualität für Anlagensteuerung. Das Unternehmen verweist auf eine deutlich höhere Erkennungsrate als beim Menschen, was die Wiederverwertung verbessert. Branchenseitig gilt KI als Schlüssel, um Kunststoff-, Textil- oder Gewerbeabfallströme effizienter zu führen – das betont auch das Bundesumweltministerium im Dossier zu KI und Kreislaufwirtschaft (Stand 2025).

Die Vision einer 100-prozentigen Kreislaufwirtschaft

„Trotz großer Fortschritte sind noch viele Herausforderungen zu bewältigen, um eine 100-prozentige Kreislaufwirtschaft zu erreichen, denn die ist unser Ziel“, sagt Johannes Laier. „Die Verpackungen müssen recycelbar gestaltet sein, die Sortiertechnik weiter verbessert und die sortierten Fraktionen wiederverwendet werden können. Alle drei Teilbereiche müssen gelöst werden, um eine vollständige Kreislaufwirtschaft zu erreichen. Unser Anteil ist, die Materialien zurückzuführen, weil nur dann die nachfolgende Prozesstechnik sinnvoll arbeiten kann.“ Durch den Einsatz von Digitalisierung und KI bringt WeSort.AI einen neuen, modernen Blick in die Branche ein – und das im Wortsinn, denn es ist die „Betrachtung“ durch eine Kamera, die die KI mit gigantischen Mengen Bilddaten versorgt, um eine möglichst treffsichere Entscheidung fällen zu können. „Die KI lernt mit der Zeit und wird immer besser darin, solche Objekte zu identifizieren.“

Die Marktlücke: KI-basierte Abfallsortierungssysteme

Die konventionellen Technologien zur Müllsortierung sind wenig digitalisiert und automatisiert. „Der Maschinenbau ist schon relativ weit, aber die Erkennung und anschließende Trennung lässt noch viel zu wünschen übrig“, so Johannes Laier. Das war die Marktlücke für WeSort.AI, denn hier setzt ihre Innovation an: Gegenstände präzise identifizieren und sortieren. Bestehende Systeme mit ihren fast altmodischen Sensoren leisten das nicht. „Unsere KI unterscheidet über sieben Millionen verschiedene Produkte, kann beispielsweise von einer PET-Flasche die Marke auslesen, das Volumen und den CO2-Fußabdruck berechnen sowie das Gewicht bestimmen“, erklärt Johannes Laier. „Unsere KI sortiert deutlich reiner und besser, was zu einer effizienteren Wiederverwertung führt.“

Wie schneiden KI-Systeme gegenüber menschlicher Sortierung ab?

Moderne KI-Systeme arbeiten in der Regel deutlich schneller und erkennen Objekte konsistenter als manuelle Sortierung – teils um ein Mehrfaches an Durchsatz bei hoher Trefferquote. Dadurch sinken Fehlerkosten, Stillstände und Gefahren.

Bei WeSort.AI ist die Maschine nach Unternehmensangaben bis zu fünffach schneller als der Mensch und erkennt Abfallarten nahezu vollständig, während menschliche Sortierer oft nur rund die Hälfte korrekt klassifizieren. Stand 2025 laufen fünf Systeme im Feld, weitere Standorte sind in Planung – auch international. Ein besonderer Sicherheitsaspekt: KI kann Batterien in Rest- und Leichtverpackungsströmen zielsicher erkennen und ausschleusen, wodurch Brandrisiken in Anlagen deutlich reduziert werden. Aus Redaktionssicht lohnt es sich, solche Funktionen bei Beschaffungen gezielt abzufragen.

Vielfältige Einsatzbereiche der WeSort.AI-Systeme

Die WeSort.AI-Systeme arbeiten in verschiedenen Bereichen, darunter Gewerbeabfall, Gelber Sack und Elektroschrott. Besonders wichtig für die Umwelt ist die Fähigkeit, gefährliche Stoffe wie Batterien zu erkennen und zu entfernen und damit auch die Brandgefahr zu minimieren, ein aktuelles und dringendes Problem, für das bisher nur WeSort.AI eine Lösung anbietet. Die Hauptkunden von WeSort.AI sind Betreiber von Abfallsortieranlagen jeglicher Art. Dazu gehören sowohl große Waste-Management-Konzerne wie Remondis, Veolia, ALBA, PreZero und Lobbe als auch städtische Entsorger der jeweiligen Kommunen, wie etwa die WRG in Würzburg.

  • Leichtverpackungen (Gelber Sack/Gelbe Tonne): Markenerkennung ermöglicht hochwertigere Kunststofffraktionen.
  • Gewerbeabfall: Höhere Taktzahlen bei gleichbleibender Sortierqualität.
  • E-Schrott: Identifikation kritischer Komponenten zur Schadstoffentnahme.
  • Sicherheitsrelevante Ausschleusung: Batterie-Detektion zur Brandprävention.

Was bedeutet das für Düsseldorf konkret?

Für die Landeshauptstadt sind KI-basierte Abfallsortierungssysteme vor allem dort spannend, wo hohe Mengen Leichtverpackungen anfallen – also in verdichteten Stadtteilen mit Mehrfamilienhäusern. Höhere Sortierreinheit senkt die Quote an Störstoffen in der Gelben Tonne und stabilisiert Entsorgungstouren. In der Praxis hat sich gezeigt, dass datenbasierte Einblicke aus KI-Systemen auch helfen, Fehlwürfe in Quartieren gezielt zu adressieren – etwa durch angepasste Aufklärung, Tonnenplatzierung oder Sammelrhythmen.

Die Finalisten des Deutschen Gründerpreises

Die Finalisten in der Kategorie StartUp, ein- bis maximal dreijährige Unternehmen, die ihre Geschäftsidee besonders erfolgreich am Markt etabliert haben, sind:

  • WeSort.AI
  • Weitere Finalisten

In der Kategorie Aufsteiger werden Unternehmen ausgezeichnet, die nicht älter als neun Jahre sind und bereits ein außerordentliches Wachstum erreicht haben. Nominiert sind in diesem Jahr:

  • WeSort.AI
  • Weitere Finalisten

Alle Finalisten erhalten eine individuelle, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Beratung durch die Porsche Consulting. Zudem übernehmen Mitglieder des Kuratoriums des Deutschen Gründerpreises über einen Zeitraum von zwei Jahren Patenschaften für jeden Finalisten und stellen ihr Know-how und ihre Erfahrungen zur Verfügung. Die Unternehmen erhalten außerdem ein Medientraining beim ZDF sowie Zugang zum Netzwerk des Deutschen Gründerpreises.

Die Experten hinter dem Deutschen Gründerpreis

Vorgeschlagen wurden die Unternehmen von den rund 300 Experten des Deutschen Gründerpreises. Sie stammen aus renommierten Unternehmen, Technologiezentren, Ministerien, Gründungsinitiativen und der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Experten verfügen über jahrelange Erfahrungen mit Unternehmensgründungen und sehr gute Branchenkenntnisse. Zudem hatten Unternehmen die Möglichkeit, sich initiativ zu bewerben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt den Deutschen Gründerpreis.

Fazit

KI-basierte Abfallsortierungssysteme liefern, was die Kreislaufwirtschaft braucht: höhere Sortierreinheit, mehr Tempo und bessere Datengrundlagen. WeSort.AI zeigt, wie Bild-KI Marken, Materialien und Störstoffe zuverlässig erkennt – bis hin zur Batteriedetektion. Für Düsseldorf eröffnen sich damit Chancen, Fehlwürfe zu reduzieren und Sammelsysteme robuster zu machen. Stand 2025 gilt: Wer investiert, sollte auf kontinuierliches Lernen, Datentransparenz und Sicherheitsfunktionen achten. So bleibt wirklich keine Verpackung unerkannt.

In Düsseldorf gibt es immer mehr Initiativen, die sich mit dem Thema "Keine Verpackung bleibt unerkannt" beschäftigen. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Umwelt zu schützen und den Verpackungsmüll zu reduzieren. Ein spannendes Projekt ist die Einführung von Photovoltaikanlagen auf Gewerbeimmobilien. Diese Anlagen helfen nicht nur dabei, die Energiekosten zu senken, sondern tragen auch zur Nachhaltigkeit bei. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel über Photovoltaikanlagen Gewerbeimmobilien Düsseldorf.

Ein weiteres interessantes Thema im Zusammenhang mit "Keine Verpackung bleibt unerkannt" ist die Rentabilität von Balkonkraftwerken. Diese kleinen Solaranlagen können auf Balkonen installiert werden und tragen zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei. Sie sind eine einfache Möglichkeit, umweltfreundlich Strom zu erzeugen und gleichzeitig Geld zu sparen. Erfahren Sie mehr über die Rentabilität von Balkonkraftwerken und wie sie sich lohnen können.

Die Einführung von KI im Unterricht ist ein weiteres spannendes Thema, das mit dem Konzept "Keine Verpackung bleibt unerkannt" in Verbindung steht. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, den Unterricht zu revolutionieren und den Schülern neue Lernmethoden zu bieten. Diese Technologie kann auch dazu beitragen, den Verbrauch von Papier und anderen Materialien zu reduzieren. Lesen Sie mehr über die Einführung von KI im Unterricht und wie sie die Bildung verändert.

Einmal die Woche das, was wirklich neu ist.

Keine Pressemitteilungen, keine Rabatt-Schleudern. Eine knappe Übersicht der Tests, Hintergründe und Werkzeuge, die wir selbst in der Redaktion nutzen.