78. Deutscher Betriebswirtschafter-Tag: KI-Transformation in der Betriebswirtschaft
Die 78. Auflage des Kongresses hat am 10. und 11. September 2024 in Düsseldorf (Tag 1 in Präsenz, Tag 2 digital) die KI-Transformation in der Betriebswirtschaft ins Zentrum gerückt – mit hochkarätigen Stimmen aus Wissenschaft, Konzernen und Mittelstand. Für alle, die die KI-Transformation in der Betriebswirtschaft praktisch angehen wollen, bot das Programm klare Einblicke in Nutzen, Grenzen und nächste Schritte – vom Audit bis zur Steuerabteilung, von Datenstrategie bis Ethik (Quelle: Programmheft, Stand 26.07.2024).
Was stand 2024 konkret auf dem Programm?
Der erste Kongresstag bündelte KI-Praxis und Strategie in fünf Themenblöcken – von „Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität“ (9:35–11:00 Uhr) bis „KI und Regulatorik & Digitale Ethik“ (16:00–17:30 Uhr) – der zweite Tag lief als virtuelle Web-Sessions der Arbeitskreise.
Der Dienstag (10.09.) in Düsseldorf startete um 9:30 Uhr mit der Eröffnung. Danach folgten Panels zu „KI in Action“ (11:30–13:00 Uhr) mit konkreten Use Cases, zu „KI und Audit & Assurance“ sowie „KI und Daten als Schlüsselressource“ (jeweils 14:00–15:30 Uhr). Ab 16:00 Uhr ging es zweigleisig weiter mit „KI und Steuern“ sowie „KI und Regulatorik & Digitale Ethik“. Der Mittwoch (11.09.) gehörte den Arbeitskreisen – als kompakte, fachlich fokussierte Web-Sessions (9:00–9:30 Uhr Auftakt, danach thematische Slots) [1].
Den digitalen Wandel gestalten
Im Auftaktblock diskutierten u. a. Jonas Andrulis (Aleph Alpha), Dominik Asam (SAP) und Jochen Hanebeck (Infineon), wie Unternehmen Souveränität in Schlüsseltechnologien sichern können – ein Punkt, der in Düsseldorf traditionell auf offene Ohren trifft: Der Standort ist stark in Beratung, Handel, Health und Medien und damit prädestiniert für datengetriebene Prozesse. Die Referenzen auf konkrete KI-Architekturen und Lieferkettenfragen zeigten, dass es nicht nur um Software geht, sondern um das Zusammenspiel von Daten, Rechenleistung, Regulatorik und Geschäftsmodell.
Wissenschaft und Praxis im Dialog
Der Kongress lebt vom Schulterschluss der Disziplinen. Stimmen wie Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer (Robert Bosch GmbH) verbanden strategische Perspektiven mit operativer Machbarkeit. Aus dem akademischen Feld brachten u. a. Prof. Dr. Peter Buxmann (TU Darmstadt) und Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) evidenzbasierte Einordnungen ein – relevant für CFO-Organisationen, die KI vom Pilot in die Linie überführen wollen. Aus Redaktionssicht: Dieser Brückenschlag liefert erfahrungsgemäß die tragfähigsten Roadmaps für die Umsetzung in Finanz- und Steuerfunktionen.
Welche Chancen und Risiken bringt die KI-Transformation für Betriebe?
Kurz gesagt: Sie erhöht Geschwindigkeit und Qualität von Entscheidungen, verlangt aber belastbare Daten-Governance und klare Verantwortlichkeiten.
In „KI in Action“ wurden Effizienzgewinne und neue Services greifbar – etwa durch automatisierte Analysen, Mustererkennung und Qualitätssicherung. Im Gegenüber standen Risiken wie Modell-Drift, Bias, Datenschutz und Haftungsfragen. Panels zu Audit & Assurance fokussierten auf prüferische Sicherheit und Nachvollziehbarkeit von KI-gestützten Prozessen; in Steuer und Regulatorik ging es um Dokumentation, Nachprüfbarkeit und die Auslegung neuer Regelwerke. Besonders deutlich wurde: Ohne sauber definierte Datenmodelle, Zugriffskonzepte und interne Kontrollen bleiben Potenziale ungenutzt.
Kompetenzen für die Zukunft
Gefragt sind hybride Profile: Datenkompetenz im Fachbereich, KI-Grundlagen bei Führungskräften, und Change-Skills, um Belegschaften mitzunehmen. Inhalte aus Forschung und Praxis deckten dies breit ab – von Business Process Management (Prof. Dr. Jan vom Brocke) bis zu Corporate Governance (u. a. Deloitte, KPMG). Ergänzend unterstreichen Praxisleitfäden, dass Führung den kulturellen Rahmen setzen muss, damit KI skaliert (KOFA: KI im Unternehmen nutzen).
Chancen und Herausforderungen der KI-Transformation
Die Panels bestätigten, was viele Düsseldorfer Unternehmen erleben: Quick Wins durch Automatisierung sind erreichbar, die eigentliche Hebelwirkung entsteht jedoch, wenn die KI-Transformation in der Betriebswirtschaft mit Datenstrategie, Prozessen und Governance verzahnt wird. Dr. Susanne Beckers (SAP) und Dr. Christian Brauckmann (DZ BANK) adressierten unter anderem, wie Organisationen Reifegrade aufbauen – von Pilotierung über Skalierung bis zum Betrieb. Auf der Risiko-Seite standen regulatorische Klarheit und digitale Ethik: KI-Systeme müssen erklärbar, auditierbar und sicher sein.
Praxisbezug aus Düsseldorf
Mit dem Lehrstuhlnetz der Heinrich-Heine-Universität und hiesigen Corporate Hubs ergibt sich ein kurzer Weg vom Use Case in die Anwendung. In der Praxis hat sich gezeigt: Erfolgreiche Teams definieren Kennzahlen für Nutzen und Risiko früh und koppeln sie an das interne Kontrollsystem. So lassen sich Modelle produktionsreif machen – sei es in der Rechnungslegung, im Controlling oder in der Steuerfunktion.
Wie lief der zweite Kongresstag – und was leisten die Arbeitskreise?
Die Web-Sessions der Arbeitskreise vertieften Spezialthemen in konzentriertem Format und liefern Unternehmen über den Kongress hinaus belastbare Orientierung.
Beim 78. Deutschen Betriebswirtschafter-Tag waren u. a. diese Arbeitskreise vertreten:
- AK Digital Finance und AK Digital Finance – NEXT GEN CFO
- AK Digital Reporting sowie AK Externe Unternehmensberichterstattung
- AK Internes Rechnungswesen und Controlling
- AK Integrated Reporting und Sustainable Management
- AK Externe und Interne Überwachung der Unternehmung
- AK Steuern sowie AK Baubetriebswirtschaft
Die Schmalenbach-Gesellschaft bündelt hier über 700 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis und pflegt die Ergebnisse in Tagungen, das „Schmalenbach Journal of Business Research (SBUR)“ und „Schmalenbach IMPULSE“ ein. Einen offiziellen Überblick bietet der Rückblick Deutscher Betriebswirtschafter-Tag (Stand 2025).
Lokaler Fokus: Düsseldorf als Bühne für KI-Transformation
Dass Düsseldorf Austragungsort des Präsenz-Tags war, passt: Mit Unternehmenszentralen, Beratungen, Kreativwirtschaft und einer aktiven Hochschullandschaft ist der Standort prädestiniert für datengetriebene Geschäftsmodelle. Für Pendlerinnen und Pendler aus dem Umland ist die Anbindung einfach – und die Nähe zu NRW-Industrieclustern erleichtert, Pilotprojekte mit realen Daten zu testen. Aus Redaktionssicht empfiehlt es sich, Kontakte aus dem Kongress gezielt zu pflegen: Kooperationen zwischen Lehrstühlen und Unternehmen beschleunigen die Umsetzung oft messbar.
Wie starten Unternehmen in Düsseldorf jetzt konkret?
Ein belastbarer Einstieg gelingt über drei Schritte: klare Use Cases im Kerngeschäft, saubere Datenzugriffe und ein skalierbares Governance-Setup.
Praktisch bewährt hat sich, zunächst 2–3 priorisierte Anwendungsfälle zu definieren (z. B. automatisierte Belegprüfung, Nachfrageprognosen, Textklassifikation), die Datenqualität zu heben und Verantwortlichkeiten zu klären (Modell-Owner, Risk, Audit). Parallel sollte die IT gemeinsam mit den Fachbereichen Deployment- und Monitoring-Standards festlegen, damit Modelle prüfbar bleiben – ein Thema, das im Track „KI und Audit & Assurance“ besonders deutlich wurde. Für die Skalierung ist ein Kompetenzaufbau in den Linienfunktionen entscheidend, nicht nur in der IT.
Netzwerken und Wissenstransfer
Der Kongress ist traditionell ein Treffpunkt, an dem Führungskräfte, Forschende und Praktikerinnen zügig in den Austausch kommen – 2024 erneut sichtbar in den Pausenformaten und den fokussierten Arbeitskreissessions. Für Unternehmen, die 2025/26 KI-Projekte beschleunigen möchten, lohnt es sich, an die Diskurse von „KI in Action“ oder „KI und Daten als Schlüsselressource“ anzuknüpfen und die dort besprochenen Reifegradmodelle als internes Raster zu nutzen. Die Schmalenbach-Gesellschaft verweist zudem auf Folgetermine, etwa die Schmalenbach-Tagung (Stand 2025) [3][4].
Fazit
Der 78. Deutsche Betriebswirtschafter-Tag hat gezeigt: Die KI-Transformation in der Betriebswirtschaft ist kein Tool-Projekt, sondern eine Managementaufgabe mit klaren Governance- und Datenanforderungen. Düsseldorf bot dafür die passende Bühne – dicht am Unternehmensalltag, nah an der Forschung. Wer jetzt mit priorisierten Use Cases startet, die Datenbasis stärkt und Auditfähigkeit mitdenkt, setzt die Impulse des Kongresses zielführend um. Für vertiefende Einblicke lohnt der Blick ins offizielle Programm und den Rückblick der Schmalenbach-Gesellschaft – beides solide Anker für Entscheidungen im Jahr 2025.
Der 78. Deutsche Betriebswirtschafter-Tag steht ganz im Zeichen der KI-Transformation. Diese neue Ära der Betriebswirtschaft verspricht, viele Bereiche grundlegend zu verändern. Künstliche Intelligenz wird Prozesse optimieren und neue Möglichkeiten eröffnen. Dabei ist es wichtig, stets auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben.
Ein spannendes Beispiel für den Einsatz neuer Technologien ist das 5G Fan-Erlebnis europäisches Mega-Event. Hier zeigt sich, wie 5G-Netze die Art und Weise, wie wir Veranstaltungen erleben, revolutionieren können. Diese Technologie bietet nicht nur schnellere Verbindungen, sondern auch neue interaktive Möglichkeiten für die Zuschauer. So wird deutlich, dass die Digitalisierung und KI-Transformation Hand in Hand gehen.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die tragbare Stromversorgung für Katastrophenhilfe. In Krisensituationen kann eine zuverlässige Energiequelle Leben retten. Auch hier spielt die fortschreitende Technologie eine entscheidende Rolle. Moderne, tragbare Stromlösungen sind effizienter und leichter zu handhaben als ältere Modelle. Dies zeigt, wie technologische Fortschritte in verschiedenen Bereichen der Betriebswirtschaft genutzt werden können.
Abseits der Wirtschaft ist auch die Sicherheit im Alltag ein wichtiges Thema. Ein Beispiel dafür sind die sicherer Schulweg Tipps. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind auf dem Weg zur Schule schützen können. Diese Tipps sind nicht nur für Eltern von großer Bedeutung, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes. Sicherheit und Vorsorge sind essentielle Aspekte, die in der neuen Ära der Betriebswirtschaft nicht vernachlässigt werden dürfen.
