Veranstaltungen

nachhaltiger Konsum Rheinisches Revier – MehrWertRevier fördert ökologischen Wandel

Das Projekt MehrWertRevier unterstützt nachhaltigen Konsum im Rheinischen Revier: lokale Initiativen, Bildungsangebote und Vernetzung schaffen klimafreundliche Alternativen. Dabei erfahren sie praxisnahe Tipps, wo und wie sie umweltbewusst einkaufen und regional handeln können.

Nachhaltiger Konsum im Rheinischen Revier: MehrWertRevier fördert Wandel

Projekt „MehrWertRevier“: nachhaltiger Konsum Rheinisches Revier im Fokus

Das Projekt „MehrWertRevier“ der Verbraucherzentrale NRW hat den nachhaltigen Konsum im Rheinischen Revier mit einer interaktiven Wanderausstellung und zahlreichen Mitmachformaten greifbar gemacht. Der Ansatz: bürgernah informieren, vernetzen und befähigen – vom Repair-Café bis zur Schul-AG – damit nachhaltiger Konsum Rheinisches Revier nicht Schlagwort bleibt, sondern Alltagspraxis.

Eröffnung der Ausstellung in Mönchengladbach

Die Wanderausstellung „Konsum im Wandel: Machen wir’s nachhaltig!“ wurde in der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus in Mönchengladbach im Beisein von NRW-Umweltminister Oliver Krischer, Oberbürgermeister Felix Heinrichs und dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Dr. Jan-Niclas Gesenhues, eröffnet. Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, hob den Nutzen ressourcenschonender Entscheidungen hervor – vom Reparieren bis zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

Interaktive Themenstationen

Sechs Stationen luden zum Anschauen, Anhören und Mitmachen ein. Per QR-Codes konnten Besucher:innen Geschichten von fünf fiktiven Protagonist:innen aus dem Revier hören – echte Alltagslagen, echte Hebel für Veränderungen. Die Ausstellung tourte bis Ende 2025 durch rund 20 Orte im Revier; in Summe wurden nach Projektangaben mehrere Tausend Menschen vor Ort erreicht.

Wie viele Menschen hat das Projekt erreicht?

Rund 8.400 Verbraucher:innen wurden laut Projektdarstellung bis 2025 bei Mitmachaktionen und durch die Wanderausstellung vor Ort erreicht. Zusätzlich wurden 34 Bildungsworkshops mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen umgesetzt (Stand 2025).

Aus den Workshops entstanden konkrete Initiativen: eine Fahrrad-Reparatur-AG an einer Schule in Neuss, Hochbeete in Brühl, ein Generationendialog in Mönchengladbach und ein nachhaltiger Stadtrundgang in Inden. Die Reihe „Reviergespräche“ vernetzte Ehrenamtliche mit Kommunalverwaltungen; in 22 Workshops wurden Ideen geschärft und neue Gruppen – etwa ein Reparatur-Café in Zülpich – angestoßen.

Wie nutzt das Projekt den Strukturwandel im Revier?

„MehrWertRevier“ setzte auf lokale Anknüpfungspunkte des Strukturwandels – Bildungsangebote, Bürgerforschung, Vernetzung – statt auf reine Kampagnenkommunikation. Dadurch wurden Initiativen vor Ort stabilisiert und neue Praxisorte geschaffen.

Ein Beispiel ist die Mönchengladbacher Zentralbibliothek als „Ort der Nachhaltigkeit“ mit „Bibliothek der Dinge“, Makerspace und Foodsharing-Fairteiler. In einem Citizen-Science-Vorhaben („Alte Dörfer, neue Wege“) wird die ÖPNV-Anbindung der Garzweiler-Dörfer untersucht – gemeinsam mit der Dörfergemeinschaft Kultur-Energie. Aus Redaktionssicht hilft diese Verankerung in konkreten Lebensräumen, dass gute Vorsätze nicht im Abstrakten bleiben.

Nachhaltiger Konsum Rheinisches Revier

Das Land NRW stufte „MehrWertRevier“ als eines von 19 Ankerprojekten im Rheinischen Revier ein. Umweltminister Oliver Krischer betonte, dass Informationen, Bildungsangebote und motivierende Aktionen Menschen befähigen, ihren Alltag sofort klimafreundlicher zu gestalten. Die fünf Botschafter:innen des Projekts arbeiteten aus den Beratungsstellen in Bergheim, Dormagen, Düren und Mönchengladbach heraus und organisierten im gesamten Revier Veranstaltungen sowie Vernetzung.

Wer finanziert das Projekt – und wie viel?

Hauptförderer war das Bundesumweltministerium über das Programm KoMoNa; ergänzend stellte NRW Mittel zur Verfügung. Die Landesförderung belief sich auf 594.871,81 Euro (Stand Projektlaufzeit 2023–2026).

Die Projektbeschreibung und Förderdaten sind bei der Projektträgerin ZUG dokumentiert: über KoMoNa wurde der ökologische, sozial eingebettete Strukturwandel in den Kohleregionen unterstützt. Für vertiefende Informationen lohnt der Blick in die Projektseite bei der ZUG.

Reviergespräche und Bürgerwissenschaftsprojekte

Die „Reviergespräche“ brachten Engagierte mit Ämtern an einen Tisch – ein Format, das in der Praxis schnell Wirkung entfaltet: kurze Wege, klare Zuständigkeiten, realistische To-dos. In der Bürgerforschung ging es um Mobilität, Ernährung und Energie im Alltag. Das stärkt lokale Datengrundlagen und schafft Akzeptanz für Veränderungen, weil Bürger:innen selbst mitforschen.

Lokale Initiativen und Bildungsworkshops

„MehrWertRevier“ fungierte als Brücke zwischen Bürger:innen, Zivilgesellschaft und Kommunen. Typische Wirkhebel im Alltag, die sich in Workshops und an den Ausstellungsstationen wiederfanden:

  • Reparieren statt Wegwerfen: Handy, Fahrrad, Haushaltsgeräte – häufig günstiger als Neukauf.
  • Lebensmittel retten: Einkaufsplanung, Resteküche, Teilen über Fairteiler.
  • Ressourcen sparen: Strom- und Heizcheck, Wassersparen im Bad und in der Küche.
  • Secondhand und Leihen: Kleidung gebraucht kaufen, Alltagsgegenstände ausleihen.

In der Praxis hat sich gezeigt: Wer mit kleinen, leichten Veränderungen startet, bleibt eher dran. Das wurde in der Ausstellung bewusst aufgegriffen – mit leicht umsetzbaren Tipps zum Mitnehmen.

Was ist seit 2026 neu – und wie geht es weiter?

„MehrWertRevier“ ist 2026 regulär ausgelaufen. Die inhaltliche Arbeit wird im Nachfolgeprojekt „Nachhaltig leben im Revier“ fortgeführt; dort finden sich Materialien, Termine und Bildungsangebote gebündelt.

Aktuelle Informationen, Ansprechpersonen und Unterlagen stellt die Verbraucherzentrale NRW unter dem Projektnachfolger bereit: Nachhaltig leben im Revier. Inhalte wie Bürgerforschung, Workshops und Praxisleitfäden werden dort weiterentwickelt und für Schulen, Vereine und Kommunen im Revier verfügbar gemacht.

Was bedeutet das für Düsseldorf?

Auch wenn die Projektaktivitäten im Rheinischen Revier verortet sind, lassen sich Formate wie Repair-Cafés, Foodsharing, „Bibliothek der Dinge“ oder Schul-AGs leicht in Düsseldorf übertragen. Stand 2026 liegen uns keine spezifischen städtischen Förderlinien für eine direkte Kooperation mit „MehrWertRevier“ vor; erfahrungsgemäß unterstützen jedoch Quartiersbüros, Bürgerhäuser und Umweltämter vergleichbare Initiativen organisatorisch.

Wenn Sie mit Ihrer Schule, Ihrem Verein oder Ihrem Nachbarschaftsnetzwerk starten wollen, empfehlen wir: klein beginnen, Partner:innen vor Ort einbinden, Termin- und Raumfragen früh klären. Prüfen Sie zudem landesweite Programme und Verbandsangebote – viele Materialien aus dem Revier sind offen nutzbar und methodisch übertragbar.

Fazit

„MehrWertRevier“ hat gezeigt, wie nachhaltiger Konsum im Rheinischen Revier konkret wird: niedrigschwellig, alltagsnah und vernetzt. Mit rund 8.400 erreichten Verbraucher:innen, dutzenden Workshops und neuen Initiativen setzte das Projekt spürbare Impulse. Die Finanzierung über KoMoNa und NRW sowie die Einbindung lokaler Orte stärkten die Wirkung. Seit 2026 führt „Nachhaltig leben im Revier“ den Ansatz fort – eine gute Quelle, wenn Sie in Düsseldorf ähnliche Projekte anschieben oder andocken möchten.

Das Projekt „MehrWertRevier“ setzt sich aktiv für nachhaltigen Konsum und einen ökologischen Wandel ein. Es zeigt, wie wichtig es ist, umweltbewusste Entscheidungen im Alltag zu treffen. Ein Beispiel für nachhaltige Technologien ist die Rentabilität von Balkonkraftwerken. Diese kleinen Kraftwerke können auf dem Balkon installiert werden und helfen, den eigenen Strombedarf zu decken. So kann man einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und gleichzeitig Energiekosten sparen.

Ein weiteres interessantes Thema im Bereich nachhaltiger Technologien ist die tragbare Stromversorgung für Katastrophenhilfe. Diese Geräte sind nicht nur in Notsituationen nützlich, sondern können auch im Alltag verwendet werden, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Sie bieten eine flexible und umweltfreundliche Stromquelle, die überall eingesetzt werden kann.

Auch im Bildungsbereich gibt es Initiativen, die den ökologischen Wandel unterstützen. Das neue klicksafe-Materialpaket Schulstart 2024 bietet Lehrern und Schülern wertvolle Ressourcen, um sich über nachhaltigen Konsum und Umweltschutz zu informieren. Diese Materialien fördern das Bewusstsein für ökologische Themen und helfen, eine umweltbewusste Generation heranzuziehen.

Durch Projekte wie „MehrWertRevier“ und die genannten Technologien und Bildungsinitiativen wird der ökologische Wandel vorangetrieben. Es ist wichtig, dass jeder Einzelne seinen Beitrag leistet, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern.

Einmal die Woche das, was wirklich neu ist.

Keine Pressemitteilungen, keine Rabatt-Schleudern. Eine knappe Übersicht der Tests, Hintergründe und Werkzeuge, die wir selbst in der Redaktion nutzen.